Back in Manly – feels like home / Off to Newcastle

Canberra (ACT) – Manly (NSW) – Newcastle (NSW)

English-Version see below

Nach dem Aufstehen mache ich mich auf Erkundungstour durch die Stadt. Obwohl Canberra eine Planstadt ist, finde ich mich zunächst nicht so wirklich zurecht. Normalerweise fällt mir die Orientierung in großen Städten auch ohne Karte relativ leicht. Der Planer dieser Stadt hat das Terrain und die Umgebung als Ausgangspunkt genutzt, um dort eine Stadt zu errichten. Wenn man verstanden hat, dass das Parliament House geographischer Dreh- und Angelpunkt der ganzen Stadt und alles weitere hierauf ausgerichtet ist, dann ist es aber relativ einfach. Hiervon ausgehend erstreckt sich die Stadt triangelförmig über den künstlich angelegten See.
Ich laufe heute insgesamt 13 km durch die Stadt. Zuerst zum “Australian War Memorial”, ein Mahnmal über die Kriege, an denen Australien bisher teilhatte. Wusste gar nicht, dass das so viele waren. Gerade als Europäer denkt man sich dann nur, dass Australien doch so groß und abgeschottet ist, dass es sich doch eigentlich gar nicht in andere Angelegenheiten und Kriege einmischen sollte. Das liegt dann wohl an der Zugehörigkeit zum Commonwealth. Außerdem besuche ich noch die “National Capital Exhibition”, ein Museum, in dem die Geschichte der Stadt Canberra als Hauptstadt Australiens erklärt und gezeigt wird. Beide Museen sind sehr interessant – und ich bin wirklich kein Museums-Mensch.
Als Fazit würde ich sagen, dass Canberra einen Abstecher wert ist, aber nur, wenn man sowieso auf dem Weg ist. Extra hier her zu fliegen oder zu fahren lohnt sich nicht wirklich. Canberra ist nicht nur eine Planstadt auf dem Papier, man fühlt es auch, wenn man durch die Straßen läuft. Die Stadt hat keinen Charakter, wie Melbourne ihn z.B. hat. Diese Stadt ist nicht gewachsen, weil sich hier Leute aus bestimmten eigenmotivierten Gründen niedergelassen haben, sondern weil man eine von Sydney oder Melbourne unabhängige Stadt erbaut hat, die auf halber Strecke beider etwas in den Bergen liegt. Trotzdem wächst die Stadt stetig, was mit den vielen Institutionen der Regierung und den Abgeordneten zu tun hat, die hier leben.
Am nächsten Morgen bin ich noch immer etwas unentschlossen, ob ich nach Sydney oder an Sydney vorbei Richtung Norden an der Ostküste entlang reisen soll. Irgendwie bringe ich es aber nicht übers Herz an Sydney vorbei zu fahren, ohne nicht in Manly vorbeigeschaut zu haben. Ich habe Glück und werde von zwei englischen Mädels direkt von Canberra City bis nach Sydney Airport mitgenommen. Erst dachte ich, dass es vom internationalen Terminal nicht so leicht werden wird, nach Sydney bzw. Manly mitgenommen zu werden, aber habe erneut Glück. Ein Flughafenmitarbeiter nimmt mich mit bis Neutral Bay – das ist auf der anderen Seite von Sydney, über die Harbour Bridge, die ich somit zum ersten Mal überquere – bis 10 km vor Manly. Von dort aus geht’s mit dem Bus weiter. Als ich in Manly aus dem Bus steige spüre ich sofort, dass das die richtige Entscheidung war. Es fühlt sich so richtig gut an, wieder hier zu sein. Manly ist einer dieser Orte, zu dem ich immer wieder zurückkehren kann und mich sofort wie zuhause fühle. Dieser Ort hat das gewisse etwas. Leider ist das Gästezimmer bei Maggie belegt und ich muss mit dem weltschlechtesten Hostel (Boardriders) aller Zeiten Vorlieb nehmen. Es stinkt, ist dreckig und alles ist kaputt. Bevor ich mein Bett beziehe, untersuche ich die Matratze zum Glück auf bed bugs und siehe da – direkt springen mir welche entgegen. Widerlich. Ich wechsle sofort die Matratze, aber ein komisches Gefühl bleibt. So ungefähr muss sich ein zu Unrecht Verurteilter Häftling am ersten Tag im Knast fühlen. Dennoch bin ich super froh hier zu sein und außerdem gehört auch das zu den Erfahrungen des backpackens dazu. Momentan werden hier die Hurley Australian Open of Surfing ausgetragen. Bin sehr auf den nächsten Tag gespannt!
Der nächste Tag beginnt ohne böse Überraschung. Bin über Nacht zum Glück von keinen bed bugs überfallen worden, also alles gut! Aber euch sei eins gesagt – wer im Hostel eine schimmlige Matratze vorfindet oder im Zimmer gar Insektenspray herumsteht, der sollte sich seine Gedanken machen. Nach dem Aufstehen mache ich mich also direkt auf zum Manly Surf Beach, wo die Hurley Australian Open of Surfing ausgetragen werden. Ein mega Event! An der Strandpromenade ist gut was los und am Strand sind riesige Tribünen und Leinwände aufgebaut. Sehr cool, sowas mal live mitzubekommen. Allerdings ist zur Zeit wellentechnisch weniger viel los. Des Profis Leid ist meine Freud, denn ich als Anfänger kann abseits des Contest heute umso besser üben. Abends gibt’s (diesmal vermutlich wirklich zum Abschied) lecker Essen bei Maggie, Danny und Baby Mathilda. Morgen geht’s für mich weiter Richtung Norden, die Ostküste entlang. Ziel Newcastle.
Die nur knapp 170 km von Sydney nach Newcastle schaffe ich heute in knapp 4h ohne Stress und ganz gemütlich. Zuerst nimmt mich Danny mit zum Bahnhof (St. Leonards Station), von da aus dann mit dem Zug weiter bis nach Berowra. Für die restlichen knapp 110 km bis Newcastle benötige ich nur drei Autos und warte zum Glück nie lange. Bei strahlend blauem Himmel, Sonne pur und angenehmen 30 Grad komme ich im YHA an, das direkt am Surfbeach liegt. Ich schnappe mir auch gleich ein Brett und ab zum Strand. Die Vorfreude wird allerdings gleich gebremst, denn der Strand ist für heute geschlossen – vor der Küste wurde ein großer Hai gesichtet. Insbesondere nach den Hai-Angriffen der letzten Tage wird der Strand heute auch nicht mehr aufmachen. Natürlich sind dennoch Surfer im Wasser, mir ist das aber zu heiß. Ich werde morgen nochmals mein Glück versuchen und entsprechend noch einen Tag hier bleiben oder dann doch direkt weiter Richtung Norden ziehen.

After getting up I went out to explore Canberra. Even it is a plant city, at first it has been a bit hard for me orientate myself. Normally I am doing pretty good regarding orientation without having a map. But a soon as you know that the Parliament House is like the geographical spot for the whole city, you will have no problem at all. The whole city spreads out like a triangle starting from the Parliament House. So I went to the Australian War Memorial, which apparently was very interesting. Didn’t know that Australia has been involved in so many wars. Shouldn’t Oz just stay out of any trouble which isn’t between their border? Guess that’s because of the Commonwealth. Furthermore I visited the National Capital Exhibition, which is a museum where you can see how Canberra has been plant and built. Both museums are pretty interesting though I am definitely not into museums.
I reckon that Canberra is only worth a visit if you’re passing by anyway. Just flying in because of the city isn’t really worth it. This city hasn’t got any spirit at all. It’s just that the government is there.
Waking up the next day I am still a bit undecided if I should stop over in Sydney, while heading north. I realised that I can’t really pass Sydney without stopping over in Manly. Gladly I had a ride with two British girls, they dropped me at the International Airport of Sydney. From there I was lucky again and a guy took me to Neutral Bay which is 10 k from Manly. Finally arriving in Manly just feels so amazing, just feels like the right thing. I’m so in love with this place. Amazing spirit, amazing people, amazing laid back easygoing
atmosphere. Unfortunately the spare bed at Maggie isn’t spare right now, so I had to stay at a hostel called Boardriders which is pretty much the worst hostel I have ever stayed in so far. It’s just a bloody hostel, dirty and it stinks everywhere, everything is broken. Of course I checked my mattress and see, mould all over and as I squeezed it there were bed bugs crawling out of it. I got rid of the mattress immediately. So disgusting. Right now in Manly is hosting the Hurley Australian Open Of Surfing about which I am pretty excited.
Next morning I woke up without any bad surprise at all – no bed bugs! Thank god! So I went to the surf beach of Manly where the Hurley Australian Open of Surfing are going on right now. Lots of thing going on at the beach, screens everywhere but unfortunately no waves. Bad for the Pros, good for rookies like me. I was able catching a few waves improving my bad skills. Last dinner with Dannie, Maggie and baby Mathilda and I’m off again heading up north direction Newcastle.
So this morning Danny dropped me at the train station (St. Leonard) and I drove out Sydney with the train to Berowra. I made the 170 km to Newcastle pretty easy today, thanks god. I arrived at the YHA in Newcastle early while the sun was shining. The hostel is located at the surf beach and so I grabbed a board and went to the beach but unfortunately it was shut down because they sighted a shark recently. Of course there are surfers out anyway but this is too much for me, especially as there has been a few shark attacks going on the last days. If they should open the beach again tomorrow, I will stay another night. If not, I will leave Newcastle tomorrow heading up north again.

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