Australia’s South West & Australia’s Golden Outback

Perth (WA) – Bunbury&Busselton (WA) – Cape Naturaliste (WA) – Margaret River/Prevelly&Gnarabup Beach (WA) – Hamelin Bay (WA) – Denmark (WA) – Albany (WA) – Little Beach/Two Peoples Bay Conservation Reserve (WA) – Torndirrup NP (WA) – Porongurup NP (WA) – Wave Rock/Hippos Yawn/Hyden (WA) – Perth (WA)

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Endlich wieder unterwegs! Nach der nervigen Autosuche und den letzten Vorbereitungen und Besorgungen für meinen knapp zweimonatigen Roadtrip ist es ein super Gefühl wieder in Bewegung zu sein. Die einzige Vorgabe lautet “Richtung Süden”. Auch wenn’s da momentan noch kälter ist, als in Perth, möchte ich die Gegend südlich bzw. südöstlich von Perth erkunden, um dann wiederum von Perth aus mein Abenteuer Richtung Norden fortzusetzen.

Die erste Etappe ist eine kurze. Nur knapp 200 km südlich von Perth stoppe ich – Wikicamps Australia sei Dank – kurz vor Margaret River auf einem schönen Free-Campingplatz, zwischen Bunburry und Busselton. Auf dem Platz angekommen werde ich von meinen australischen Nachbarn, die nun bereits seit 18 Monaten unterwegs sind, auf Bier und Pasta eingeladen. 

Das Tagesziel des zweiten Tages lautet dann Margaret River und Umgebung. Auf dem Weg stoppe ich am Cape Naturaliste, von wo aus man je nach Jahreszeit Wale sehen kann. Noch nie könnte ich bei ruhiger See so weit und klar auf den Horizont des Ozeans hinaus schauen. Wunderschön. Ein guter Auftakt! Habe das Gefühl, dass die Westküste sehr beeindruckend ist. Margaret River ist eine weltbekannte und angesehene Weinanbauregion und zudem ein ziemlich berühmter Surfspot. Die Stadt Margaret River an sich ist total unspektakulär, aber die Umgebung mit den vielen Weinbergen und Weingütern ist spektakulär. Touris werden mit Busen von Weingut zu Weingut gekarrt, die Weinreben stehen auf unzähligen Lichtungen zwischen teilweise Waldbrandgebieten. Prevelly Beach ist der weltberühmte Surf Break, wo gerade vor kurzem wieder die World Surf League mit ihrer Weltmeisterschaftstournee ihre Zelte aufgeschlagen hatte. Ein wunderschöner Strand und ein beeindruckender Surf Break. Die hügelige Landschaft, die direkt an den Strand grenzt, erinnert mich an Raglan, Neuseeland. So schön! Im Sommer leider hoch gefährdetes Waldbrand-Gebiet. Rundum Margaret River ist es schwierig bis unmöglich einen Free-Campingplatz zu finden. Ich suche mir einen etwas abgelegenen Spot und riskiere vom Ranger erwischt zu werden. Als ich gerade koche stoppt eine Frau und lädt mich zu ihrem Haus ein, wo ich im Hof parken und übernachten kann. Am Haus angekommen laden mich Gabrielle und ihr Ehemann Bob auf Buritos und Wein (natürlich aus Margaret River) in ihr Haus ein. Nach stundenlangen Unterhaltungen, vielen Reisetipps, Lagerfeuer und Kängurus schauen wir noch einen Film. Happy Days! Meine äußerst guten Erfahrungen mit den Australiern setzen sich hier also fort – sensationell. 

Der folgende Tag beginnt so gut, wie der Vortag endete. Mit Gabrielle und Bob gehe ich am Gnarabup Beach Stand Up Paddeln (SUP). Habe das schon mal zuvor gemacht, aber bei ruhiger See. Hier in Margaret River geht’s schon ganz schön ab. Weiter draußen, wo am Riff die Wellen zu Barrels brechen, kann ich mich aber nicht lange auf dem Brett halten. Aber Spaß habe ich definitiv und dank Wetsuit ist das ca. 19 Grad warme Wasser auch im Herbst gut erträglich. Bevor ich mich dann gegen Mittag weiter auf dem Weg mache gibt’s noch Crêpes und als Krönung dieser tollen und unerwarteten Begegnung bekomme ich sogar noch einen Wetsuit geschenkt!! Ich liebe Australien! Über Hamelin Bay, wo man am Strand Sting Rays (Rochen) sehen kann, setze ich meine Reise Richtung Südosten fort.

Auf dem Weg nach Albany, der ältesten Stadt in Western Australia, passiere ich erneut Waldbrand-Gebiet (echt interessant, dass manche Bäume hier nur wachsen können, wenn die Blätter durch Brände verloren werden) und stoppe in Denmark an den Green Pools und am Ocean Beach. Leider ist das Wetter hier wirklich herbstlich bewölkt und somit auch die schönsten Strände nur halb so schön, wie bei Sonnenschein. Aber das blaugrüne Wasser beeindruckt mit seiner Reinheit auch bei grauem Himmel. Sehr schade eigentlich, denn gerade um Albany soll es die schönsten Strände der Welt geben! Diese werde ich morgen auschecken. Albany selbst ist eine ganz ansehnliche, alte Hafenstadt mit ca. 30.000 Einwohnern. Mittlerweile befinde ich mich schon an der Südküste Australiens (Great Southern), jedoch in der westlichen Ecke. Hier ist es aber erneut deutlich kälter, man merkt doch, dass der Wind vom Southern Ocean bzw. von der Antarktis bläst und nicht mehr vom Indischen Ozean. Wird Zeit, dass ich bald wieder Richtung Norden, dem besseren Wetter nach, reise.

Wie viel Glück kann man haben? Die letzten Tage war es stark bewölkt, aber als ich am Little Beach (Two Peoples Bay Conservation Reserve, etwa 30 Fahr-Minuten westlich von Albany) ankomme, kommt die Sonne raus. So zeigt sich einer der angeblich schönsten Strände der Welt von seiner besten Seite. Und in der Tat – das ist der wohl schönste Strand, an dem ich in meinem ganzen Leben war. Habe nun schon viel schönes Wasser und schöne Strände gesehen. Aber ein solch klares und tiefst reines blau/blaugrün noch nie! Dazu noch der Puderzucker-weiße, feine Sand. Ein Traum! So stehe ich da und staune minutenlang, bevor ich die Weiterfahrt antrete. Ich kann immernoch nicht glauben, wie verdammt rein und blau das Wasser an der Westküste bzw. in diesem Fall Süd-Westküste ist. Ansonsten schaue ich mich noch im Torndirrup NP um. Ganz schöne Küste, aber sehr gefährlich, hier sterben regelmäßig Leute, die beim angeln von den Felsen gewaschen werden. Mein letzter Stop für heute, auf dem Weg Richtung Wave Rock (ca. 400 km nördlich von Albany), ist der Porongurup NP. Hier klettere ich noch auf den Granite Sky Walk, von wo aus man bei gutem Wetter einen super Ausblick hat.

Arschkalt! In der letzten Nacht bin ich beinahe erfroren. Zum Glück habe ich mir einen guten Schlafsack gekauft. Tagsüber ist es noch ganz angenehm, aber nachts wirds hier im Busch echt kalt. Die Fahrt zum Wave Rock führt mich durch ewig, nicht enden wollendes Farmland – soweit das Auge reicht, kilometerweit. Hin und wieder mal ein kleiner Ort, der meist nur aus einer Tankstelle und ein paar Häusern besteht. Wen einem mal ein Auto entgegenkommt, grüßt man sich. Als ich am Wave Rock ankomme, begrüßen mich erstmal nur eine Million kleiner, frecher Fliegen. Eine echte Plage hier im (Golden) Outback. Also mein Fliegennetz ausgepackt. Der Umweg zum Wave Rock hat sich echt gelohnt – immer wieder beeindruckend, was Wasser alles anstellen kann. Vor mehreren Millionen Jahren, als das Grundwasser noch bis zur Spitze der heutigen Welle stand, hat abfließendes Wasser das Gestein entsprechend geformt. Zurück bleibt heute eine 15m hohe und 115m lange steinerne Welle. Außerdem findet man hier noch das sog. Hippos Yawn, ein großer Stein mit der Form eines gähnenden Hippos.

Jetzt bin ich also zurück in Perth, bleibe hier wieder eine Nacht bei Sam zum couchsurfen und bin dann schon morgen wieder unterwegs Richtung Norden, endlich wieder ins Warme! Diesmal sind es bei Sam mit mir nur sieben Couchsurfer, wenn ich das richtig überblicke 😉 

Ich musste mich echt erstmal an die andere Art und Weise zu reisen gewöhnen. Man verbringt viel Zeit im Auto, denn man legt wahnsinnig weite Distanzen zurück. Zudem cruise ich mit Frauke meist mit sprittsparenden 80-90 km/h durch die Gegend. Danke an dieser Stelle für die vielen durchaus kreativen Vorschläge – am Ende wurde es Frauke, da die Umfrage wohl gesponnen und so manche Stimme nicht gezählt hat, wie mir gesagt wurde. Sorry Jani, dein Vorschlag wurde zum inoffiziellen Spitznamen gekürt 😉 

Finally on the road again. After the annoying search for a car and the last preparations and shoppings for my two months roadtrip it’s a very good feeling being in motion again. The only rule is “Direction south”. Even though it’s colder down there than it is in Perth, I want to explore the area south/south east of Perth, before I’ll continue my roadtrip heading north from Perth again.

The first stage is a short one. Just about 200 k south of Perth I rest at – thanks to Wikicamps Australia – a very nice free-campsite inbetween Bunburry and Busselton. Right after my arrival my Aussie neighbours, who are travelling now since 18 months, invited me having beer and Pasta.

The goal of day two is Matgaret River and sourroundings. On the way there I stopped at Cape Naturaliste, from where you can see whales, depending on the season. I’ve never seen that far to the horizon over the ocean in my entire life. Amazing! Good start though! I’ve got the feeling that the west coast is going to be very impressive. Margaret River is a very famous wine-region and surf spot as well. Margaret River itself is very unimpressive. But the region around of Margaret River with all the winerys and vineyards is very stunning. Tourists are taken from winery to winery, the vineyards are located right in the middle of burned forests. Prevelly Beach is the world famous surf break where just recently the World Surf League held a competition on their world tour. A very nice beach and a stunning surf break. The pretty and hilly sourrounding reminds me of Raglan, NZ. So pretty! In summer unfortunately there are lots of bush fires. Around Margaret River it’s almost impossible finding a free camp-spot. I searched for a calm one, taking the risk getting caught by a ranger. A woman driving by stopped and asked me if I want to come over to her house and park in their driveway. As we arrived at her house Gabrielle and her husband Bob invited me having Buritos and wine (from Margaret River) in their house. After having a long chat, getting lots of recommendations for my trip, campfire and kangaroos, we watched a movie. Happy Days! So my very good aussie-experiences are about to continue – awesome.

The following day begins just as good as the last one ended. With Ganrielle and Bob I went for a SUP at Gnarabup Beach. I did SUP before but in calm water. Here in Margaret River the swell can be massive. Offshore where the waves are barreling I get smashed pretty often. But I really had a good time and because of the wetsuit the 19 degrees warm water is pretty nice even though it’s autumn. Before I hit the road again we had crepes and on top of this unexpected and amazing meeting they gave me a wetsuit!! I love Australia! Via Hamelin Bay where you can see stingrays close to the beach I continued my journey heading south-east.

On my way to Albany, Western Australia’s oldest town, I passed again burnt bush areas (some trees just grow when they leave their leafs through bush fire) and stopped over at the Green Pools and Ocean Beach in Denmark. Unfortunately the weather down here is really autumn-like and even the nicest beaches are just half as nice as when it’s sunny. But the blue green crystal clear water is impressive anyway. It’s a bummer that the weather isn’t that good – apparently around Albany there are the worlds nicest beaches! I’ll check them out tomorrow. Albany is a nice little old harbour-town (population 30k). In the meantime I arrived at the south coast of Australia (Great Southern), but the western corner. Again it’s way colder down here, that’s because of the wind from the Southern Ocean (Antarctica) and not from the Indian Ocean anymore. It is about time I’m heading north again, following the good weather.

I’m a lucky Bastard! The last days have been very overcasted but as I arrived at Little Beach (Two Peoples Bay Conservation Reserve, 30 min from Albany) the sun comes out. So one of the apparently prettiest beaches on earth shows off from the best. And yes – that’s the most amazing beach I’ve ever been to in my entire life. I’ve seen lots of nice beaches but I’ve never seen water that blue/green-blue, clear and pure before! Plus the white icing sugar coloured fine sand. Amazing! I literally stood there for minutes before I could continue my travels. I still can not believe how blue and pure the water at the west coast/south-west coast is. I also visited Torndirrup NP. Pretty nice coast line but very dangerous, lots of people get killed because they get washed off while fishing. My last stop for today on my way to Wave Rock (about 400 k north of Albany) is Porongurup NP. There I did the granite sky walk from where you’ve got an amazing view if it’s good weather. 

Bloody cold! Last night was freezing. Lucky me I bought a proper sleeping bag. During the day it’s chilly but at night it’s getting fucking cold in the bush. On the way to Wave Rock nothing but farming land. Miles and miles. From time to time a little town which is pretty much just a service station and a few houses. If you should see any car, you greet. The only things greeting me when arriving at Wave Rock are millions of cheeky annoying flies. It really os a pest out here in the (Golden) Outback. I need my fly net. The detour going to Wave Rock was really worth it. Again it is amazing what water can do. Millions of years ago, when the ground level of the water was at the top of today’s wave, flowing water shaped stone into the wave which is 15 m high and 115 m long. Furthermore there’s a thing called Hippos Yawn – a big stone looking like a yawning hippo. 

So now I’m back in Perth, staying another night at Sam’s place couchsurfing before I’m off again tomorrow heading north, finally into the warm weather again. This time it’s just seven couchsurfer including me, if I counted right 😉

I really had to get used to my new way of travelling. You really spend lots of time in the car because you have to go long distances. Furthermore Frauke and me are just cruising with fuel-saving 80-90 km/h. Thanks for all your creative suggestions – I had to go with Frauke because the poll wasn’t working all the time and didn’t count all votes, as I’ve been told. Sorry Jani, your suggestion is now the unofficial nickname 😉

  

                
 

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