Australia’s Mid West: The Coral Coast & Ningaloo Reef

Perth (WA) – Pinnacles/Nambung NP (WA) – Geraldton (WA) – Kalbarri NP (WA) – Shark Bay/Monkey Mia/Denham (WA) – Carnarvon/Quobba Blowholes (WA) – Coral Bay/Ningaloo Reef (WA) – Exmouth/Ningaloo Reef/Cape Range NP (WA)

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Freitag nach dem Frühstück geht’s für mich wieder los Richtung Norden – ins Warme! Bereits in Perth macht sich der indische Ozean wieder bemerkbar und es ist deutlich wärmer. Verlässt man Perth nördlich, fällt einem sofort auf, dass sich die Landschaft verändert. Sand-Dünen – mit sagenhaft weißem Sand – reichen bis zum Meer, das wieder in schönem Blau erscheint. Etwa 150 km nördlich von Perth erreicht man dann den Nambung NP, wo man die berühmten Pinnacles begutachten kann. Es ist wieder mal beeindruckend, was Mutter Natur so alles angestellt hat. Geologen wissen bis heute nicht genau, wie die Pinnacles, welche quasi inmitten einer sandigen Wüste stehen, entstanden sind. Man weiß, dass Sand mit der Zeit durch starken Wind und Regen zu Kalkstein wurde. Aber wieso die Pinnacles da so stehen, wie und wo sie stehen, ist noch immer ein Rätsel. Man vermutet, dass sie begraben und wieder freigelegt wurden.

Am nächsten Tag werde ich von Regen und Sturm geweckt. Tagsüber sollte es aber noch schlimmer werden. So windig und nass, dass campen und kochen zur Herausforderung wird. Mache heute zwar durchschnittlich “viel” Strecke (329 km – ich reise eher langsam, schaue mir Dinge an auf dem Weg und zudem benötigt man hier für Strecken teilweise doppelt so lange, als man es gewohnt ist), aber was wirklich schönes sehe ich heute wetterbedingt nicht. Halte mich etwas in Geraldton auf, eine größere Stadt, die bestimmt ganz schön ist, wenn die Sonne scheint und man die Uferpromenade genießen kann. Am Abend finde ich, dank Wikicamps, wieder einen sehr tollen Camping-Spot, direkt an der Küste mit sagenhaftem Ausblick.

Diesmal werde ich wieder von der Sonne geweckt. Sofort warm und tausende Fliegen da, aber das ist WA (Western Australia). Nach einem Kaffee mache ich mich auf den Weg in den Kalbarri NP, wo zahlreiche Boardwalks und Viewpoints auf mich warten. Die Küste hier ist zwar sehr rau, aber dafür auch wunderschön. Beeindruckende Felsformationen, wildes Meer. Man kann echt an jedem Spot halten und staunen, sehr empfehlenswert! Von Kalbarri aus geht’s dann nach einer längeren und langweiligen Autofahrt Richtung Monkey Mia, wo man u.a. Delphine sehen kann, bzw. Shark Bay, so heißt die Landzunge. Rekord waren 15 Minuten, in denen mir auf der kerzengeraden Straße keine Menschenseele entgegenkam. Da mein Auto keinen Tempomat hat, schläft mir nach einiger Zeit sogar der Gasfuß ein. Mitten im nirgendwo, zwischen Overland und Nanga, etwa 90 km südöstlich von Denham, campe ich bei Einbruch der Dunkelheit. 

Ob ich überhaupt nach Monkey Mia gehen soll, hatte ich lange überlegt. Einige Locals meinten ja, andere nein – zu touristisch. Zudem ist die Strecke (einfach ca. 200 km) nicht die kürzeste. Aber immerhin liegen auf der Strecke auch einige vielversprechende Spots, so dass ich kurzerhand beschließe den Weg auf mich zu nehmen. Immerhin habe ich die Zeit und kann dann selbst urteilen. Die Landzunge, auf der ich entlang fahren muss, nennt sich Shark Bay. Am westlichen Ende liegt dann Monkey Mia und die Stadt Denham. Monkey Mia ist eigentlich nur ein Strand, an dem man Delphine sehen kann. Mittlerweile hat der NP das ganze so sehr professionalisiert, dass es an Touri-Abzocke grenzt, was eher ungewöhnlich ist für WA. 8,50$ muss/soll man zahlen, um dabei zuzuschauen, wie die Ranger genau das machen, was sie sonst verbieten – nämlich wilde Tiere füttern. Ich schleiche mich ins extra hierfür errichtete “Resort”, schaue mir das ganze kurz an und haue ohne schlechtes Gewissen nichts bezahlt zu haben wieder ab. Denham besteht eigentlich hauptsächlich aus einer Bootsrampe, viel mehr ist da nicht. Immerhin sind die Viewpoints, die auf dem Weg liegen, teilweise echt sehenswert. So sehe ich heute aus sicherer Ferne eine Herde Haie. Meiner Meinung nach kann man die Fahrt auf sich nehmen, wenn man die Zeit hat. Shark Bay ist ganz schön. Wer allerdings weniger Zeit zur Verfügung hat, kann sich diese und das Geld auch sparen, ohne Spektakuläres verpasst zu haben. Abends erreiche ich dann Carnarvon.

Das Beste an Australien? Du kannst dir das Wetter aussuchen, egal zu welcher Jahreszeit! Du musst nur entsprechend reisen. Befinde mich jetzt ca. in der Mitte der Westküste und das Wetter ist bereits ein Traum – blauer Himmel, kaum Wolken, Sonne und nur nachts kühlt es etwas ab. Am heutigen Tag geht’s von Carnarvon (übrigens absolut keinen Besuch wert, außer zum tanken) zu den Quobba Blowholes. Hierbei handelt es sich um einen Felsen an der Küste, der bei größeren Wellen mit Wasser unterspült wird und dieses mittels eines Loches in sich “aufsaugt” und dann wiederum, wenn sich die Wellen wieder zurückziehen, in einer riesen Fontäne senkrecht nach oben aus einem anderen Loch ausspuckt. Sensationell! Anschließend mache ich mich wieder auf den Weg Richtung Norden, immer weiter auf dem Highway 1, der übrigens an der Küste entlang einmal Australien umrundet. Die Szenerie verändert sich so langsam – am Straßenrand zwar immernoch der für WA so typische rote Sand, aber der Busch wird allmählich grüner. 

Rundum um Coral Bay und Exmouth gibt’s kaum freie Campingplätze, also campe ich kurz vor Coral Bay und kann so direkt am nächsten Morgen in Coral Bay schnorcheln. Das Ningaloo Reef ist eines der gesündesten Öko-Systeme Australiens und das wunderschöne Korallenriff ist nur wenige Meter vom Ufer entfernt, so dass man bei Ebbe sogar ohne Probleme fast bis zum Riff laufen und dann dort schwimmen bzw. schnorcheln kann. Hier belächelt man das Great Barrier Reef müde. Und ich finde zurecht. Das GBR ist überlaufen, touristisch, überteuert und zudem lange nicht so schön wie das Ningaloo Reef. Bin an beiden geschnorchelt bzw. getaucht. Hier gibt’s das Riff zum Nulltarif, in ein paar hundert Metern Reichweite vom Ufer entfernt. Man läuft am Strand entlang, geht ins Wasser und lässt sich mit der Strömung strandabwärts treiben, schaut Fische und Korallen, geht aus dem Wasser, läuft wieder am Strand entlang und lässt sich wieder treiben. Einfach traumhaft. Das Wasser so klar, das Riff so gesund. Fantastisch. Coral Bay an sich habe ich mir allerdings anders vorgestellt – der Ort besteht im Grunde nur aus einem Caravanpark. Das tut der Schönheit des Strandes aber keinen Abbruch. Einziges Manko eben, dass man hier nirgends frei campen kann. Zum Glück hat mir meine Mum den Kontakt einer alten Bekannten (haben uns sicher schon seit 20 Jahren nicht mehr gesehen) in Exmouth vermittelt. Exmouth ist das nördliche Ende des Ningaloo Reefs und ca. 150 km vom südlichen Ende, Coral Bay, entfernt. Gegen späten Nachmittag fahre ich also nach Exmouth, wo ich großzügigerweise bei Anne und Kai wohnen kann. Vielen Dank an die zwei schon mal für die sagenhafte Gastfreundschaft mich so kurzfristig aufzunehmen! 

Exmouth liegt ebenfalls wieder auf einer Landzunge. Berühmt ist der Ort, genauso wie Coral Bay, nicht nur für das Ningaloo Reef, sondern auch für die Whale Sharks (größter Fisch im Ozean), die gerade jetzt zu der Jahreszeit an der Küste entlang ziehen. Außerdem befindet sich am nördlichen Ende der Landzunge der Cape Range Nationalpark. Diesen besuche ich heute. Nur wenige Fahrminuten von Exmouth entfernt zieht sich der NP bis ans nördliche Ende der Landzunge. Wieder wunderschöne, einsame Strände. Vom Ufer aus kann man das Riff sehen. Paradiesisch. Hier unternehme ich außerdem eine kleine Wanderung, entlang der Yardi Creek, einem Bach, der durch eine Schlucht in den Ozean fließt.

Die Westküste überzeugt mich bisher wirklich mit ihrer beeindruckenden Weite, den zahlreichen wunderschönen Küstenabschnitten und dem einzigartigen Gefühl von Freiheit, aber auch mit dem Wechselspiel aus weiter Leere im Inland und den immer wieder einzigartig leeren Spots an der Küste. Hier ist wirklich wenig los und ich mit meinem Stationwagon bin eher die Ausnahme – sonst sieht man hier überwiegend die dick mit Camping- und Offroad-Gear ausgestatteten 4WD. Abenteuer pur!!

Friday after brekkie I headed north – following the good weather. Even in Perth you can feel the Indian Ocean bringing warm weather. When you’re leaving Perth north you’ll immediately notice the landscape changing. Sand dunes with awesome white sand reaching to the blue ocean. About 150 k north of Perth you are reaching Nambung NP, where you can have a look at the famous Pinnacles. Again it is impressive what mother nature has done. Geologists still don’t know for sure how they were made. Well sand became limestone after years and years of strong winds and rain but why they are standing in the desert nobody knows for sure. They assume that they were buried once.

Rain and strong wind woke me up the next morning. During the day it should get even worse. So wet and windy that camping and cooking gets challenging. Even I made quiete a few k today (329 k – I prefer travelling slowly, being able to have a look on the way and furthermore sometimes it takes double the time to make distance than I’m used to), I didn’t see anything nice today – due to the bad weather. I had a look at Geraldton, a bigger city which might be very nice when it’s sunny and you can enjoy th esplanade. In the evening I found – thanks to Wikicamps – a very nice camping-spot directly at the coast with an amazing view.

This time the sun woke me up again. Immediately it’s warm but also thousands of flies but I reckon that’s WA, eh? After having a coffee I headed to Kalbarri NP where you can do lots of Boardwalks and Vewpoints. The coast here is very rough but also very nice. Impressing rocks and a rough sea. You can literally stop each spot and take a stunning look, highly recommended! From Kalbarri it’s a longer and very boring drive direction Monkey Mia/Shark Bay, where you can see dolphins and so on. The record was 15 min without any other car passing me. Because I haven’t got cruise control, even my foot fell asleep. In the middle of nowhere, somewhere inbetween Overland and Nanga, about 90 k south east of Denham, I camped at dusk.

I thought long about if it’s really worth it going to Monkey Mia. Some locals said yes, some no – too touristic. Plus it’s a long drive (200 k each way) but a few nice spots on the way so I gave it a go. I got the time and so I can judge myself. I had to cross Shark Bay to reach Monkey Mia and Denham. Monkey Mia is literally just a jetty where you can see dolphins. In the meantime the NP made it really professional. $8,50 watching them doing exactly what they tell you not to do – feed wild animals. So I sneaked into the “resort”, had a quick look and went off without a bad conscience haven’t paid anything. Denham itself is literally just a boat ramp. At least a few viewpoints on the way are really worth it, I saw a bunch of sharks. In my opinion you can do the drive if you’ve got the time. Shark Bay is quite nice. But if you are tight on time, you don’t miss anything spectacular if you don’t go there. In the evening I reached Carnarvon.

The best thing about Australia? You can choose the weather, no matter which season. You just have to follow the heat. In the meantime I made it to like halfway up the west coast and it is sunny, little clouds and blue sky, only at night it cools down. Today I went from Carnarvon (btw not worth going there except getting fuel) to the Quobba Blowholes. That’s basically a rock which “sucks” the water of incoming waves into a hole and blows it out again in a big fountaine when the waves are going back. Amazing! Afterwards I headed north again on Highway 1, which btw is going round whole bloody Australia on the coast. The scenery is changing slowly now – on the side of the road there is still the WA typically red sand but the bush is getting greener now.

Around Coral Bay and Exmouth there are very few free camping-spots, so I camped before Coral Bay and went there the next morning early for snorkelling. The Ningaloo Reef is one of the healthiest eco-systems of Australia and the coral reef is just a few meters away from the beach so you can literally walk there when it’s low tide and go for a swim or snorkel. Here the people smile when they talk about the Great Barrier Reef. And I reckon they are right. The GBR is crowded, touristic, expensive and way less beautiful than the Ningaloo Reef is. I did both of them so I know. Here you’ve got the reef for bloody free and it is just a few hundred metres away from the beach. You just walk along the beach, go into the water, catch the current, float over the reef, watching for the reef and fish, go out of the water, walk along the beach, catch the current again and do it over an over again. Amazing! The water is so clear, the reef so healthy. Fantastic. coral Bay itself I imagined to be different though. Basically the place is literally just a big caravan park but it doesn’t matter. It’s still damn fucking pretty. The only thing, like I said, is that you almost can’t camp for free here anywhere. Lucky me, my mum hooked me up with an old friend (we haven’t seen each other for 20 years now) living in Exmouth. Exmouth is the northern gateway to the Ningaloo Reef and about 150 k from the southern gateway, Coral Bay. So I headed there in the late afternoon and checked in at Anne’s and Kai’s place where I can stay. Thanks guys – so nice and generous of you having be that short termed!

Exmouth is located on a spit again. This place is just like Coral Bay not only famous for the Ningaloo Reef but also for the Whale Sharks (biggest fish in the ocean) which are passing the coast right now. Furthermore near Exmouth is the Cape Range NP. That’s where I headed today. The NP reaches to the northern end of the spit. Again so amazing empty beaches. Standing on the beach you can see the reef again. Stunning! I also did a little hike today, along the Yardi Creek which is leading through a gorge into the ocean.

So far the west coast fascinates me with its impressing expanse, the amazing coast and the awesome feeling of freedom but also with its bloody massive wasteland inland and then again the many almost empty spots at the coast. It’s really very calm here and I’m a bit like a rarity with my station wagon – normally you see the fully with camping- and off-road gear equipped 4WD. Pure adventure!

  

                                     

                  

                            

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