Poor but happy faces in Mandalay

Mandalay (MMR)

English-Version see below

Um 04:30 Uhr klingelt der Wecker, das Taxi holt uns um 05:00 Uhr ab und bringt uns zur Anlegestelle, von wo aus die Bootsfahrt nach Mandalay startet. Erholungsurlaub sieht anders aus! Wer von Myanmar was sehen will, der muss eben einige “Strapazen” auf sich nehmen. Sei es für den Sonnenaufgang früh aufzustehen, Fahrten mit dem Nachtbus oder eben mit dem Schiff. Unterm Strich kann ich es weiterempfehlen, die kurze Strecke auf dem Wasser zurückzulegen, wenn es mit dem Bus auch schneller und billiger ist. Es ist doch eine tolle Erfahrung und zu sehen, wie die Leute am Flussufer teilweise hausen, öffnet einem mal wieder die Augen. Überhaupt die Lebensverhältnisse hier zu sehen und dennoch in glückliche, zufriedene Gesichter zu blicken, die das Lächeln, das man ihnen schenkt sofort mit einem euphorischen winken zurückgeben, ist unbezahlbar. Aber der Reihe nach…

Erneut überraschen uns die Burmesen mit ihrer Professionalität, was den Transport/Tourismus betrifft. Das Schiff legt in Bagan pünktlich ab und knapp 10 Stunden später wieder pünktlich in Mandalay an. Für Verpflegung war auch gesorgt. Sina hat allerdings etwas mit Magen-Darm zu kämpfen und kann die Bootsfahrt weniger genießen, als ich das tue. Mandalay selbst liegt relativ genau in der Landesmitte, ist mit über 1 Mio Einwohner eine der größeren Städte Myanmars, kann dennoch nicht mit Rangun mithalten (6 Mio). Irgendwie fühlen wir uns hier sofort wohl. So ist das manchmal in den Städten, ging mir schon oft so. Man kann das auch nicht richtig erklären. Wirklich schön ist Mandalay jetzt nicht – zwar an einem Berg (Mandalay Hill) und Fluss gelegen, aber eine Augenweide sieht anders aus. Dennoch finde ich mich sofort zurecht und fühle mich wohl. Das Verkehrschaos in Rangun ist zwar eine andere Dimension, minder chaotisch und hektisch geht es hier aber nicht zu. 

Relativ gut gelegen haben wir uns hier eine Airbnb-Unterkunft klargemacht. Panda (Thai) und ihr Mann Tim (UK) betreiben hier eine Englisch-Schule und hosten nebenher, im selben Gebäude, noch regelmäßig Gäste über Airbnb. Erneut zahlt sich der Airbnb-Gedanke aus. Inmitten tiefer burmesischer Nachbarschaft – fernab der Hostels, Gästehäuser und Hotels – wohnen wir nun also. Noch am selben Abend mache ich mich auf dem Weg die Gegend zu erkunden. Gefühlt noch mehr als sonst werde ich neugierig beäugt. In dieser Nachbarschaft laufen eben nicht jeden Tag Europäer rum. Ausnahmslos wird mein “Mingalabar” (Hallo) freundlich erwidert. Kinder rufen oft sogar von weitem “hello” und strahlen einen fröhlich an. In gebrochenem Englisch werde ich gefragt ob ich Urlaub mache oder geschäftlich hier bin. Panda, unser Host, erzählt uns, dass die Kinder englisch lernen, so dass sie später bessere Chancen haben im Ausland einen Job zu bekommen und so aus Myanmar herauszukommen. “English is a international language”, erklärt uns ein kleiner Schüler. 

Von Pagoden haben wir erstmal die Nase voll und mischen daher den chaotischen Straßenverkehr etwas auf. Von Panda leihen wir uns einen Roller, der uns maximale Flexibilität ermöglicht. Optimal, um die Stadt zu erkunden. Überraschend gut finde ich mich in der geordneten Unordnung, dem Straßenverkehr, zurecht. Eine gesunde Portion Egoismus, die Hupe am Anschlag und höchste Konzentration sind gefragt. Die eingangs beschriebene Zufriedenheit der Burmesen begegnet uns auch heute wieder. Am Flussufer, wo die Menschen teilweise auf dem Fluss (!) in Floß-Hütten leben und die Kinder im stinkenden Dreck spielen, stellen wir erneut fest, wie verdammt gut es uns doch geht. Dennoch scheinen die Leute hier glücklich und zufrieden zu sein. Sina macht wieder ein paar arme Kinder glücklich und verschenkt Luftballons. Abends schauen wir uns den Sonnenuntergang an der berühmten U-Bein-Brücke von Amarapura an – zumindest war das der Plan. Kommen etwas zu spät, hatten nicht mit so viel Verkehr gerechnet. Da Sina nach wie vor nicht wirklich burmesisches Essen riechen/sehen kann, gehe ich alleine los, um was zu essen. In das erste Strassenrestaurant, das mich anlacht, setze ich mich also inmitten ausschließlich Einheimischer. Sofort komme ich ins “Gespräch” und genieße außer meinem leckeren Essen (in Mandalay erneut eine Steigerung was das Essen betrifft – scheinbar muss man in Myanmar eher die einheimischen “Straßen Restaurants” anstatt dem Streetfood aufsuchen) eine “Unterhaltung”, die meinerseits auf englisch und auf anderer Seite auf burmesisch geführt wird. Ein wahnsinnig herzliches und offenes Volk, die Burmesen. Wir sind hellauf begeistert! 

Am letzten Tag besorgen wir noch ein paar Souvenirs und fahren auf dem Mandalay Hill, von wo man einen super Ausblick auf die Stadt hat. Abends geht’s dann erneut mit dem Nachtbus (Danny aus der USA ist auch wieder dabei) weiter zum Inle Lake, unserer letzten Station, bevor es dann wieder zurück nach Rangun, dem Ausgangspunkt unserer Reise, geht. 

The alarm goes down at 04:30 am, taxi picks us up at 05:00 am. Having a rest looks different. But if you want to see something of Myanmar, you gotta make some effort. Either getting up early for sunrises, taking night buses or even boat rides. The bus ride might take half the time but the boat ride is worth it. Seeing all the poor people living on the river banks, literally on the edge, is both heartbreaking and eye opening. The people seem to be happy and satisfied though. They returning a smile with a warm smile back, that’s just so nice. But let’s start at the beginning.

Again we are surprised about the Burmese transportation/tourism. Everything is organised perfectly. Boat leaves as scheduled in Bagan and arrives in time 10 hours later in Mandalay. You even get food on board. Sina is a bit sick so she wasn’t able enjoying the boat ride as I did. Mandalay is also a big city (1 mio) but not as big as Yangoon (6 mio). Somehow we liked it here immediately. I don’t know what it is in cities sometimes, it just happens. You’re there and you like it. I mean Mandalay isn’t really beautiful, bit we just liked it. Traffic is as chaotic as Yangoon is, but not that heavy.

Via Airbnb we booked a great place to stay. Panda (Thai) and her husband Tim (UK) running an English school in the same house where they’re hosting. Again the basic idea of Airbnb totally pays off. We’re living right in the middle of a normal Burmese neighbourhood. Same day I went out to have a look around. It seems like people are even taking more curious glances at me than usually. They respond very happy to my “Mingalabar” (hello) or even little kids are shouting hello to me while smiling happily. Our host Panda tells us that these kids are learning English to be able to get a job abroad one day, to get out of Myanmar. “English is a international language”, so one of the school kids.

We can’t do any pagodas anymore so we explored the city on one of Pandas scooters. Actually I did pretty good riding a scooter in this chaotic city. Egoism, honking and concentration is a must have otherwise you’re screwed. Again were meeting heaps of bloody satisfied looking and smiling Burmese. On the river bank, where people are literally living on the river in floating houses and little kids are playing in the dirt, that’s where we realise again how good we are living in Europe. Sina again makes some little ones happy giving away balloons. In the evo we enjoyed the sunset at the famous U-Bein-Bridge, at least that was the plan. We didn’t make it in time. As Sina still is feeling a bit dizzy, I headed out for some food by myself. There I was, sitting all by myself right in the middle of a Burmese street “restaurant”, no other white people, just me. It didn’t take long and I was “talking” to some Burmese, chatting without even taking a single word of each other’s language. Oh and I enjoyed my food as well, apparently in Myanmar you’ve got to head to the “restaurants”, not just to the street food. I’m in love with the Burmese. They’re so lovely and welcoming. 

At the last day we went up Mandalay Hill, from where you’ve got an amazing view over the city. We also shopped some souvenirs. In the evening we’re off again with the night bus (including Danny, USA) to Inle Lake, our last stop before heading back to Rangoon, where it all began.

   
    
    

    
    
    
    
    
           
 

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2 thoughts on “Poor but happy faces in Mandalay

  1. Nice post. Brave you riding a scooter 🙂 I hardly saw Mandalay this year but spent a lot of time there in 2011. It has changed a lot as has the whole country and in a few years I am sure neither of us will recognise this rapidly evolving country.

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