Slowing down at Inle Lake / A final resume travelling Myanmar

Inle Lake / Nyaungshwe (MMR)

English-Version see below

Update December 12, 2015: Photos uploaded !!!

Die nächtliche Busfahrt von Mandalay nach Nyaungshwe (Inle Lake) sollte sich als einer der schlimmsten Busfahrten meines Lebens entpuppen. Diesmal erwischen wir einen nicht ganz so luxuriösen Bus, mit dem außer uns nur Einheimische reisen. Im Bus herrschen durchgehend polarkreisähnliche Temperaturen und mindestens zwei Stunden lang geht es am Stück Serpentine für Serpentine durch die Pampa. Dies, kombiniert mit dem tippen des Blogs, löst ein gewisses Unwohlsein in meiner Magengegend aus. Irgendwann kommen wir dann jedoch um 04:00 Uhr morgens in Nyaungshwe an. Wir und Danny sind die einzigen Backpacker, die von einigen Taxi-Fahrern und einer klirrenden Kälte empfangen werden. Dass es hier nachts so kalt wird, hätten wir nicht gedacht. Nyaungshwe, der zum Inle Lake nächstliegende Ort, liegt über 1.000m über dem Meeresspiegel in den Bergen. Erneut ist der early check-in überhaupt kein Problem – die Schlüssel liegen mit meinem Namen darauf an der Rezeption bereit. Easy! 

Nach dem Frühstück erkunden wir zunächst die Stadt. Sofort fällt uns auf, dass es hier die mit Abstand meisten Touristen hat. Vor allem auch ältere Semester trifft man hier zu Haufe an. Der Ort selbst ist relativ unspektakulär, viele Hotels, viele Restaurants. Eben nur auf den Tourismus ausgelegt. Dennoch gefällt es uns hier ganz gut. Wir leihen uns Fahrräder und erkunden die Umgebung. Recht schön und grün ist es hier. Sehr ruhig, da kann man auch mal entspannen. Witzigerweise ist es Touristen hier nicht gestattet, Motorroller zu leihen. Jede Stadt scheint diesbezüglich eine eigene Regel zu haben. Ausklingen lassen wir den Abend in einem burmesischen Weingut, von wo aus man den Sonnenuntergang über dem Inle Lake bewundern kann.

Am zweiten Tag unternehmen wir dann eine ganztägige Bootstour zum Inle Lake. Der See, und vor allem die unzähligen “Ortschaften”, die aus aus Stelzen gebauten Häusern auf dem See bestehen, sind ausschließlich mit dem Boot zu erreichen. Es ist schon beeindruckend wie die Menschen hier leben. Einst Fischerdorf, liegt der Fokus heute zum Großteil auf dem Tourismus. Vereinzelt sehen wir sie dann aber doch noch – die für den Inle Lake so berühmten und bekannten “Einbeinruderer”. Auf einem Bein stehend, das Paddel mit dem anderen Bein eingeklemmt, werfen sie vom Boot aus ihre Fischernetze aus. Beeindruckend außerdem, welch Stellenwert traditionelle Handwerkskunst hier noch hat. Webstühle, traditionelle Bootsbauer, Holz. Alles wird mit den bloßen Händen hergestellt. 

Am letzten Tag geht’s dann eigentlich nur nochmal auf den Markt, die letzten Souvenirs shoppen und etwas entspannen, bevor es abends wieder mit dem Nachtbus (diesmal wieder mit dem komfortablen) zurück nach Rangun geht, wo wir nochmal eine letzte Nacht verbringen, bevor es dann zurück in die kalte Heimat geht.

Was werden wir also vermissen? An erster Stelle ohne Frage die grenzenlose Herzlichkeit und Fröhlichkeit der Burmesen. Natürlich aber auch das tolle Wetter und die offenen Gespräche und lustigen Abende mit anderen Backpackern. Auch wenn das Streetfood für meinen Geschmack etwas enttäuschend ist, werde ich dennoch das Essen vermissen. Ach und für die Insider- natürlich auch die Butt-Gun ;). Weniger vermissen werden wir das “auf den Boden gerotze” der Einheimischen, die undefinierbaren Gerüche auf den Märkten und in der Stadt und das Verkehrschaos.

Abschließend möchten wir noch ein kurzes Resümee ziehen. In den zwei Wochen gelang es uns maximal viel von diesem tollen Land zu sehen. Man spürt deutlich, dass es bergauf geht bzw. Myanmar nach wie vor einen Wandel durchlebt. Ausnahmslos hatten wir das Gefühl, dass die Burmesen diesen Wandel mit Freude vorantreiben. Wir wurden immer mit einem Lächeln empfangen oder begrüßt und fühlten uns zu jeder Zeit super sicher. Nach allem, was man über Myanmar so im Internet liest, muss ich sagen, dass ich es nicht bestätigen kann, dass sich dieses Land nicht für spontane Backpacker eignet. Als erfahrener Backpacker kann man hier sehr wohl “ins blaue” reisen und lediglich Tag für Tag planen. Als sehr positiv empfunden haben wir den early check-in und late check-out in den Hostels/Hotels bzw. Gästehäusern. Für asiatische Verhältnisse ist es hier, je nach Stadt, nur marginal teurer. Trotzdem empfiehlt es sich, außer mit einer Kreditkarte, stets mit einer gewissen Menge von Bargeld (US$) zu reisen. Nicht an jedem ATM bekommt man Bargeld – so jedenfalls unsere Erfahrung. Wer sich vor einheimischem Essen scheut, der wird hier etwas hungern. Die Transportwege (Bus) gehen reibungslos und pünktlich – jedoch sehr langsam und holprig – von statten. Wer, ähnlich wie Thailand vor langer Zeit oder Cuba, dieses Land noch vor dem großen Wandel kennenlernen will, dem können wir es wärmstens empfehlen, Myanmar einen Besuch abzustatten. 

The bus ride from Mandalay to Nyaungshwe (Inle Lake) was going to be the worst bus ride I’ve ever had. This time we had a bus which wasn’t that comfy as the other before and it was freezing all the time. Only locals used it and for two bloody hours we had to manage damn windy roads which made me throwing up. Finally we reached our destination at 04:00 am. This time it was only Danny and us getting out here. We didn’t expect it to be that cold up here (1,000m above seal level). Again the early check-in saved our ass. 

After brekkie we had a look in the city. Without any doubt, this is the place where the most tourists go. The town itself isn’t that great, just hotel and restaurants. We like it though, We got ourselves some bicycles to explore a little bit. We watched the sunset at a vineyard looking over Inle Lake.

On the second day we did a boat tour to Inle Lake. That’s the only way to access all the villages which are built on stilts literally on the lake. That’s actually pretty impressing. It used to be fishing villages, now they focus on tourism. A few of the famous traditional fisher men are left though. The so called “one leg rower” standing on one leg on their boats, paddling with the other leg and fishing with their bare hands. Also impressing is the fav that they still product many things like we did centuries ago. 

The last day basically just was shopping the last souvenirs and waiting for the night bus (the comfy one again) back to Yangoon. One last night there, before finally heading home again. 

So what are we going to miss? Of course the so damn happy and lovely people. The weather. The cosy nights and chats with other backpackers. Even though the street food was a bit disappointing in my opinion, I’ll miss the food. Oh and for the insiders – I’ll miss the butt-gun too ;). Not that much we’ll miss the spitting of the local people, the stinky things on the market and the traffic.

Finally we would like to sum up a bit. In two weeks time, we managed to see the max of this amazing county. You can literally feel that Myanmar has been changing and still is. All of the Burmese seem to be part of this change. No matter where, we were always welcomed by smiling and happy people and we always felt super safe. After all what I read online I have to say, that I do not agree with the opinion that Myanmar isn’t recommended for spontaneous backpacker. Being am experienced backpacker you definitely can travel without fixed plans. We loved the early check-in and late check-outs. Compared to other Asian countries it is – depending on the city – only slightly more expensive. I still recommend travel not only with a credit card but also with cash (USD). Not every ATM pays out, that’s what we experienced at least. If you’re a bit fuzzy about local food, I reckon you’ll stay hungry here. Transportation works fine and reliable but slow and bumpy. If you want to experience a country before the big chance (just like Thailand log ago and Cuba), we highly recommend travelling Myanmar.

   

    
    
    
    
    
    
    
 

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3 thoughts on “Slowing down at Inle Lake / A final resume travelling Myanmar

  1. Yes, it is an amazing country. Lovely to read about your adventures. Thanks for sharing.

    Three of my favourite things, apart from the wonderful people is; that most locals still wear traditional clothes and Thanaka, despite the fact that the country is rapidly modernising. It must be one of the best places for photography in the world. Everywhere you turn is an amazing shot. Lastly, I fell in love with the trains…

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  2. Again great to read about your experiences, Tobi!
    Sounds like you had an awesome time over there! Looking forward to explore myanmar by myself😉
    Greez from Foz do Iguaçu, Brazil

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