Pay attention nature lovers, Norway is a must see – A van trip through Norway (pt 3)

Hardangerfjord (NOR) – Norheimsund (NOR) – Steinsdalsfossen (NOR) – Ulvik (NOR) – Hovden/Setesdal (NOR) – Lysebotn/Lysefjord (NOR) – Jørpeland/Preikestolen/Pulpit Rock (NOR) – Stavanger (NOR) – Moi (NOR) – Kristiansand (NOR) – Hirtshals (DEN)

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Der norwegische Sommer präsentiert sich heute morgen von seiner wechselhaften Seite. Es regnet mal wieder. Also brechen wir in Richtung Hardangerfjord auf. Die Straßen entlang der tausend Seen und Fjorden sind teilweise nicht die besten und so kommt man nur langsam voran. Macht aber nichts, da wir es mittlerweile ohnehin langsamer angehen lassen und so machen wir inmitten von nirgendwo eine längere Rast und genießen die paar wenigen und etwas überraschend daherkommenden Sonnenstunden, am Rande des Fjords. Auf dem Weg nach Ulvik schauen wir uns noch den größten norwegischen Wasserfall an, Steinsdalsfossen.

Die Stimmung ist heute im Keller. Klar gehören regnerische Tage auch dazu, sicherlich war das auch zu erwarten. Aber bisher hat es beinahe jeden Tag geregnet. Nun regnet es seit heute morgen in Strömen. Wir flüchten nach Süd-Westen, einem Höhepunkt unserer Reise entgegen (Preikestolen und Kjeragbolten). Die Wettervorhersage ist allerdings alles andere als vielversprechend. So sind wir mitsamt Hund im Camper eingesperrt und hoffen auf Besserung.

Nach einer eiskalten Nacht (7 Grad) und einem heißen Kaffee am Morgen werden wir tatsächlich von ein paar Sonnenstrahlen geweckt. Bei wechselnd nass/trockenem Wetter durchqueren wir das wunderschöne Sedestal, fahren eigentlich den ganzen Tag irgendwelche kleine Passstraßen. Diese hügelige, bergige und steinige Landschaft gefällt uns super. Leider können wir kaum Bilder machen, so bewölkt und dunkel ist es heute. Am Fuße des Parkplatzes vom Kjeragbolten nächtigen wir, um morgen früh, mitten in der Nacht, bei hoffentlich trockenem Wetter die Wanderung zum Kjeragbolten zu beginnen.

Wenn’s mal läuft, dann läuft’s! Motiviert auch bei Regen den berühmten Kjeragbolten zu besteigen, klingelt um 4:30 unser Wecker. Leider schüttet es seit mehreren Stunden wie aus Eimern – so macht eine sechsstündige, anspruchsvolle Wanderung keinen Sinn. Zu späterer Stunde fassen wir neuen Mut und beschließen Plan B: Wir nächtigen nochmals auf dem Parkplatz, um morgen früh einen neuen Versuch zu starten. Also fahren wir weiter ins Tal, nach Lysebotn, um ein paar Einkäufe zu tätigen. Tatsächlich endet die steile Passstraße plötzlich am Rande des Lysefjords. Weit und breit keine Einkaufsmöglichkeit. Klatschnass erfahren wir, dass die Fähre, die wir spätestens morgen nehmen müssen, scheinbar einen technischen Defekt hat und für mindestens zwei Tage nicht fährt. Plötzlich ist auch Plan B dahin. Also den langen Weg zurück über den Pass, entlang des Lysefjords zum nächsten und letzten Highlight unserer Reise, dem Preikestolen, auch Pulpit Rock genannt. Nachdem sowohl die berühmt berichtige Trolltunga, nun auch der Kjeragbolten ins Wasser gefallen ist, hoffen wir (zugegeben etwas deprimiert), dass heute Nacht das Wetter endlich mal mitspielt.

Endlich spielt das Wetter wieder mit. Um 4:00 Uhr stehen wir auf, um bei Dunkelheit die Wanderung zum Preikestolen zu starten. Bei Sonnenaufgang treffen wir am Gipfel ein, tatsächlich sind wir dennoch nicht die ersten. Der Preikestolen, auch Pulpit Rock oder Predigstuhl oder Kanzel genannt, ist ein ikonisches Wahrzeichen Norwegens. Beim abschmelzen des Gletschers ist ein Teil des Felsens abgebrochen und in den darunter liegenden Lysefjord gestürzt. Ein wahrlich erhabenes Gefühl hier am Abgrund zu stehen.

Im Prinzip sind wir ab heute auf dem Rückweg. Vom Preikestolen aus fahren wir über Stavanger Richtung Kristiansand, von wo aus am Dienstag unsere Fähre fährt. Stavanger ist eine echt nette Stadt, hier verbringen wir mit Linus ein paar Stunden, den wir gestern auf dem Preikestolen kennengelernt haben und der gerade in Sandnes mit einer Autopanne festsitzt. Zwei Stunden vor Kristiansand übernachten wir in einem kleinen Hafen, am Fjord.

Die Fahrt nach Kristiansand dauert nur zwei Stunden, aber einmal mehr wird uns klar, wie schön es hier ist. Die wunderschöne Landschaft, gerade im Süden, haben wir zugegebenermaßen unterschätzt. Auch Kristiansand selbst ist eine absolut sehenswerte Stadt. Morgen früh geht unsere Fähre nach Hirtshals, Dänemark. Die letzte Nacht verbringen wir auf einem Parkplatz in Zentrumsnähe. Hier grenzt ein wunderschöner Park mit mehreres Natur-Seen an, in dem man schwimmen kann (auch mit Hund). Wir sind begeistert und neidisch zugleich.

Fazit: Naturliebhaber kommen in Norwegen – aber auch Schweden – voll auf ihre Kosten. Dänemark können wir nicht wirklich beurteilen, da sind wir zu schnell durchgefahren. Wir sind super froh den Weg hier hoch auf uns genommen zu haben. Rückblickend jedoch sind wir der Meinung, dass weniger mehr ist. Wenn man so unterwegs ist, treibt einen die Entdeckerlust. Spontan hatten wir uns dann vor Ort gegen den Norden (Geirangerfjord) entschieden und das war auch gut so. Der Süden hat genügend tolle Sachen zu bieten. Wer allerdings seinen gesamten Urlaub auf Norwegen beschränkt, der kann natürlich auch den Geirangerfjord, die Lofoten und das Nordkapp mitnehmen (jedoch viel Fahrtweg). Allerdings sind wir der Meinung, dass man es eher langsamer angehen und auch mal Regentage mit einplanen sollte, an denen man nämlich nichts machen kann.

In Summe haben wir in Dänemark, Schweden und Norwegen 2.700 km zurückgelegt. Mit Hin- und Rückfahrt (1.900 km) kommen wir dann insgesamt auf 4.600 km.

The Norwegian summer is showing his bad face and so we’re waking up while it’s raining again. Hardangerfjord is our next stop. In the meantime we’re taking it all a little bit easier and slower so we’re stopping for a bigger break somewhere beautiful right next to the fjord, enjoying the sun which shows off out of a sudden. On our way to Ulvik we had a look at Norwegians biggest waterfall, Steinsdalsfossen.

We’re everything but happy today. Of course we were prepared for rain. But since we’re here it rained almost everyday. Today it’s pouring all day long, so we flew direction to one of our main destinations (Preikestolen and Kjeragbolten). Unfortunately the weather forecast is bad. So today we had to spend all day in our camper van, including our dog Lambi and we’re hoping for better weather.

After a freezing night (7 degrees) the sun came out shortly this morning. On our way to the Kjergabolten we drive thorough the beautiful Sedestal. It’s just looking so nice here. Also we had to take some little streets through the mountains, where it’s also very beautiful. Unfortunately the weather again is shit and so we can’t take any good photos. A few kilometres away from the start of the route to Kjergabolten we stop for the night to begin the hopefully dry hike tomorrow, very early in the morning.

If you’ve got a run, you’ve got a run! The whole night in was pouring, so when the alarm went off we decided not to go. To do an advanced six hour hike when it’s pouring is not a good idea. We decide to give it another try tomorrow. Same drill, same spot. In the morning we drive down to Lysebotn, to do some shopping. Unfortunately there is no shop at all, only a ferry which we have to take tomorrow evening by the latest. Apparently the ferry is out of order for at least two days. So even our new plan doesn’t work anymore. We had to take the long drive via the steep street in the mountains, along the Lysefjord back again. Next stop Preikestolen, aka Pulpit Rock. After we haven’t been able (due to bad weather) to hike the world famous Trolltunga, we now also haven’t been able to hike Kjeragbolten. After all we hope so bad that tomorrow the weather will be ok, so we can do Preikestolen at least.

At 4:00 am the alarm goes off. Finally no more rain. We started our hike in the darkness, so we arrived at the top of Preikestolen when the sun was rising. The Preikestolen, aka Pulpit Rock, is an iconic Norwegian symbol. The rock fell off when the glacier melted once. A truly amazing feeling when you stand at the edge of the rock.

Actually from today on where on our way back. From Preikestolen we drive to Stavanger, from where our final destination will be Kristiansand. So we spend the day in Stavanger with Linus, a German guy we met yesterday on the Preikestolen and who has to wait in Sandnes until his car gets fixed. Stavanger is really nice, actually. Two hours before Kristiansand we spend the night at a small marina right at a fjord.

The drive to Kristiansand is only an hour, but again it so beautiful. To be honest we didn’t expect the landscape down south to be that beautiful. Tomorrow we will catch our ferry to Hirtshals, Denmark. Our last night we will stay on a parking area in the middle of Kristiansand, which is a quite nice city, actually. Next to the parking area is a huge park with natural lakes to swim in (even with dogs). We’re loving it and are jealous at the same time.

Nature lovers gotta go to Norway (and Sweden). Denmark we can’t really judge. We’re really happy that we made the effort to come here. After all we gotta say that it’s totally worth it, but you’ve got to take it slow. Once you’re on the road you want to explore. But sometimes less is more. That’s why we spontaneously decided not to go to Geirangerfjord. And we were right. Southern Denmark is really really beautiful. Of course if somebody has got a lot of time he should do the north (Geirangerfjord, Lofoten, Nordkap) as well. But on our opinion you should rather take more time to do the stuff you’ve got planned. Cause the chance that you have to sit on bad weather for some time is quite high.

In total we travelled 2,700 km through Denmark, Sweden and Norway. Including the way from and back home (1,900 km) it will be a total of 4,600 km.

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One thought on “Pay attention nature lovers, Norway is a must see – A van trip through Norway (pt 3)

  1. Lieber Tobi,
    in der Tat, ich genieße Eure Berichte sehr! Es gibt soooo viele langweilige Blogs, aber Ihr macht das richtig gut. Ich mag die ehrliche Mischung aus Begeisterung für die Aktion, gepaart mit der ehrlich geschilderten Stimmung, wenn es halt mal nicht so läuft.
    Und Eure Bilder sind top! Landschaften kann ich googeln, Landschaften mit mir näherstehenden Akteuren liebe ich!
    Liebe Grüße!
    Rainer

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